Montag bis Donnerstag bist du produktiv. Freitagabend reißt die Bremse: „Nur ein Drink“ wird zu Karaoke-Blackout, Uber-Quittungen und Entschuldigungsnachrichten. Sonntag schwörst du Besserung – bis die nächste Einladung aufploppt.
Binge-Trinken ist ein soziales Skript
Dein Gehirn speichert „Freitag = Druckablass“. Musik + Gläserklingeln laden das Skript, egal was du dir vorgenommen hast. Willenskraft allein ist, als würdest du ein anderes Drehbuch lesen, während alle anderen das alte spielen.
Du musst das Skript vorab ersetzen: Eigener Mocktail, jede Runde im Notiz-App loggen, Location verlassen, sobald drei Positionen auf der Liste stehen, Abend mit einem Ritual abschließen (Nachtlauf, Writing-Session, Beat-Produktion). So weiß dein Gehirn, wann die Party „offiziell“ beendet ist.
Wochenende programmieren
Schreibe deinen Plan mit dem Buch oder dem
Umgang mit sozialem Druck
Lege drei Standardantworten fest („Morgen Training“, „Mache gerade eine Challenge“, „Ich fahre“). Übe sie, bis sie reflexartig kommen. Druck verliert Kraft, wenn deine Antwort sofort steht.
FAQ
Muss ich für immer nüchtern bleiben? Nicht zwingend. Manche wechseln nach dem gelöschten Binge-Skript zu achtsamem Trinken, andere bleiben komplett abstinent. Hauptsache, du entscheidest bewusst.
Was gegen FOMO? Plane ein alternatives Highlight: Sonnenaufgangswanderung, früher Flug, kreatives Projekt. Das Gehirn bekommt trotzdem einen Kick – nur ohne Selbstsabotage.
Verliere ich Freunde? Echte Freunde interessiert, dass du kommst, nicht was im Glas ist. Bar-Bekanntschaften dürfen ruhig ausdünnen.