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Wie stoppt man Dermatillomanie und Hautknibbeln ohne Willenskraft?

Illustration: Tastsinn in Kreativfokus umlenken

Ein winziger Hubbel, ein verheilter Pickel – und schon bist du im Tunnel. Finger scannen, rupfen, kratzen, bis Blut kommt. Dermatillomanie ist kein „schlechter Charakter“, sondern ein Neuro-Skript: taktile Stimulation → Dopamin → vermeintliche Kontrolle.

Das Umschreiben gelingt, wenn du dem Nervensystem eine gleichstarke Alternative gibst. Die Schritte erklärt das Manual sowie der Quest. Zwei Projekt-Token als Zugangsschlüssel genügen (sichere Aufbewahrung via Coinsafebox), danach kannst du beliebig viele Sessions fahren.

Ergänzend liefert das Buch Beispiele, wie du Mikrorituale definierst: Trigger erfassen, Ersatz installieren, Erfolg bestätigen. Ohne diese drei Schritte bleibt das Knibbel-Programm aktiv.

Taktile Ersatzroutine

  1. Equipment: Fidget-Ring, Tonknete, Textilraster – etwas, das dieselbe Sensorik liefert.
  2. Mapping: Sobald Finger zur Haut wollen, berührst du bewusst das Ersatzobjekt, zählst 20 strukturierte Bewegungen und lenkst den Blick weg vom Spiegel.
  3. Finish: Du endest mit einem Mikro-Kunststück (z. B. Mini-Skulptur, Pattern-Zeichnung) und fotografierst es als Beweis für dein Gehirn.

FAQ

Bringt Handschuhtragen etwas? Nur als Erinnerung. Ohne neues Skript sucht sich der Impuls andere Wege.

Wie gehe ich mit Narben um? Narbenpflege gehört in deine Abschlussroutine, damit Heilung = Reward statt neues Ziel wird.

Was, wenn ich rückfällig werde? Keine Schuld. Du loggst den Trigger, passt das Ersatzobjekt an und startest das Quest-Modul erneut.

Die Methode verwandelt Sensorik von Selbstverletzung in Kreativleistung. So heilt die Haut, weil das Gehirn endlich weiß, welche Aufgabe statt Knibbeln läuft.