Du kennst jede Sicherheitsstatistik – und trotzdem presst du die Armlehnen zusammen oder buchst lieber zehn Stunden Zug als zwei Stunden Flug. Sobald die Kabinentür schließt, glaubt dein Körper, er steckt in einer Metallkapsel ohne Ausweg.
Angst lässt sich nicht abschalten, nur ersetzen
Sätze wie „Beruhig dich“ funktionieren nicht, weil der alte Code schon läuft. Du musst festlegen, was dein Gehirn während Taxi, Start, Steigflug, Turbulenzen und Landung tun soll. Ohne dieses Skript bootet bei jedem Boarding automatisch die Panikroutine. Unterbreche sie, indem du sie durch definierte Missionen ersetzt.
Baue ein Flugritual
Teile den Flug in Micro-Missions: Pre-Boarding-Atemcode, Sicherheits-Scan (Crew zählen, Notausgänge lokalisieren), Take-off-Mantra, Turbulenz-Routine, Landungs-Checklist. Jede Mission gibt deinem Gehirn eine Aufgabe, die wichtiger ist als Katastrophenfantasien. Der Quest zeigt dir, wie du diese Missionen so kodierst, dass sie automatisch starten.
Nutze Buch und Quest
Lies das Buch oder absolviere den
FAQ
Brauche ich Konfrontationstherapie? Nicht zwangsläufig. Viele programmieren das Ritual zuerst und testen es anschließend auf Kurzstreckenflügen.
Wie gehe ich mit Turbulenzen um? Erstelle eine Turbulenz-Routine: zähle Schwingungen, lies den METAR/TAF, beobachte Flügelbewegungen. Fakten besetzen den Kopf, bevor Fantasie startet.
Medikamente? Kläre das mit Ärzt:innen. Selbst wenn du etwas einnimmst, bleibt das Ersatzprogramm entscheidend, sonst bist du dauerhaft abhängig von Tabletten.